Interview mit der Nachhaltigen Schülergenossenschaft „InnoGrün“

Die Schülergenossenschaft „InnoGrün“ des Leibnitz-Gymnasiums St. Ingbert vertreibt nachhaltiges Schulmaterial, eigene Schul-T-Shirts aus fairen Produktionsbedingungen und stellt selbst Lebensmittel her. Hierfür verarbeiten sie biologische und regionale Produkte. Der Der NaSch-Community-Redaktion standen sie zu ihrer Arbeit in einem Blitzinterview nun Rede und Antwort.

Ein Großteil des Verkaufs der Schülergenossenschaft "InnoGrün" richtet sich an die Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums. So findet man die InnoGrün-Verkaufsstände auch auf den meisten Schulveranstaltungen. Aber auch auf regionalen Veranstaltungen wie dem diesjährigen Weihnachtsmarkt ist die 2015 gegründete Schülergenossenschaft vom 16. bis 18. Dezember 2016 mit einem Stand vertreten.

Was ist das Besondere an eurer NaSch?

Das ist vor allem die Größe, die Produktpalette und die Vielfalt in der Vermarktung der Produkte unserer Schülergenossenschaft. Von jung bis alt, von Verkaufsstand bis Webshop, Lebensmittel, Kleidung, Büro- und Schulmaterial oder Deko- und Geschenkartikeln.
Außerdem sind wir auch die erste Schülergenossenschaft in unserem Umkreis und dienen für einige andere Schülerfirmen wohl auch als Inspiration.

Wie setzt ihr Nachhaltigkeit in eurer NaSch um?

Bei der Herstellung von Lebensmitteln achten wir immer darauf, dass die von uns verwendeten Produkte regional und saisonal sind, deshalb verwenden wir vieles u.a. aus dem Biosphärenreservat Bliesgau. Auch unsere Schulmaterialien sind nachhaltig und zum Beispiel unser Schul-Shirt besteht aus 100% Baumwolle.

Was war bisher die größte Herausforderung bzw. das größte Problem, das ihr lösen musstet?

Die größte Herausforderung, ist neben den Schwierigkeiten bei der Produktion, war wahrscheinlich der „Sprung“ von der AG Schülerfirma zur offiziellen Schülergenossenschaft. Bei der Gründungsfeier 2015 fiel diese Last dann von unseren Schultern und unser erstes Ziel war erreicht.

Was schätzt ihr an der Arbeit in eurer Schülergenossenschaft.

Die Arbeit im Team, dass man Fähigkeiten und Kompetenzen erwirbt, die im Unterricht an der Schule nicht oder kaum abgedeckt werden. Vor allem aber die Produktion und die Ideenfindung. Hier  können wir zusammen erfinderisch sein und unsere Kreativität ausleben. Das macht uns allen immer am meisten Spaß.

Was plant ihr als nächstes?

Es ist ja Vorweihnachtszeit . Da ist immer besonders viel zu tun. In diesem Jahr sind wir vom 16. bis 18. Dezember mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in St. Ingbert. Neben unseren selbsthergestellten, nachhaltigen Dekoartikeln, wird es auch was zum Aufwärmen geben: Kakao mit Sahne, Marshmallows und Schokostreuseln, mit oder ohne Schuss oder Kürbissuppe im Brot.

Wenn ihr drei Wünsche frei hättet, was würdet ihr euch für eure NaSch wünschen?

Wünsche für die Zukunft unserer NaSch sind sich erfolgreich an neuen Produkten zu versuchen, weiterhin Gewinn für den Ausbau unserer NaSch zu erzielen, Menschen zu erreichen und für einen nachhaltigen Lebensstil zu sensibilisieren.

Was habt ihr in eurer NaSch (dazu)gelernt?

Da unsere NaSch in die Organisation, Marketing und Finanzen aufgliedert ist, lernen wir in den einzelnen Bereichen viel für die Arbeit in unserer Schülergenossenschaft und sicher auch fürs spätere Leben. Auch wenn es nicht immer leicht ist, fordern uns diese Bereiche und lassen uns unser Können beweisen. Ein einfaches Beispiel ist die Kontoführung, über die wir ohne unsere NaSch wahrscheinlich nicht viel wissen würden, aber auch das Arbeiten mit einem Konto bereitet uns auf unser späteres Leben vor.

Welche Erfahrung bzw. welchen Tipp könnt ihr Schülerfirmen geben, die sich zu einer Nasch weiterentwickeln möchten?

Zuerst sollte man das Bewusstsein für Nachhaltigkeit - ökonomisches, ökologisches und soziales Verhalten - schaffen. Neben diesem Aspekt steht dann der Austausch von konventionellen Produkten gegen nachhaltige Produkte im Mittelpunkt. Auch wenn es zu Beginn schwierig einzuschätzen ist, ob ein Produkt nun nachhaltig oder nicht ist, entwickelt man mit der Zeit ein Gespür dafür, also bloß nicht verzweifeln. Das bildet die Basis einer nachhaltigen Schülerfirma.

Was möchtet ihr beruflich einmal machen?

Da wir eine Mischung aus älteren und auch jüngeren Schülern sind, zeigen sich einige in ihrer Zukunftsplanung schon weiter als andere. Einige haben schon genaue Vorstellungen und wollen  Polizist, Arzt oder Lehrer werden. Andere wissen noch nicht so genau was sie werden wollen.

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