Nachhaltigkeit und Style gehen bei "Schmids Druck Studio“ Hand in Hand

Die Schülerfirma "Schmids Druck Studio“ der Carlo-Schmid Oberschule Berlin bedruckt Textilien wie T-Shirts, Sweatshirts oder Hoodys und Taschen sowie Tassen, Thermobecher, Handyhüllen und noch vieles mehr. Dabei sind die bedruckten Textilien fair hergestellt und ökologisch und nachhaltig. Die 2014 gegründete Schülerfirma will im Rahmen ihrer Arbeit darüber hinaus zeigen und bewusst machen, dass auch in der Textilindustrie - einem der umweltschädlichsten Industriezweige, hohe ökologische, soziale und ethische Standards möglich sind und für mehr Bewusstsein in Sachen Klimaschutz werben. Luca Gutzler und Karine Karoyan aus dem SchülerTEAM des 10. Jahrgangs standen der NaSch-Community in einem Blitzintrview Rede und Antwort.

Wie seid ihr auf die Idee  für eure NaSch gekommen?

Ehrlich gesagt können wir diese Frage nicht richtig beantworten. Unsere Schülerfirma "Schmids Druck Studio" gibt es schon seit dem Schuljahr 2014/15, also noch vor unserer Zeit in der 9. Klasse und somit auch vor unserer Zeit im Druckstudio.
Doch so wie wir unseren Lehrer Stefan Lorentz kennen, war es wohl seine Idee.

Wie setzt ihr Nachhaltigkeit in eurer NaSch um?

Wir bedrucken bei uns im Druckstudio ausschließlich fair und überwiegend ökologisch hergestellte Textilien -  ohne Kinderarbeit, mit fairem Lohn, entsprechendem Arbeitsschutz und ohne Chemikalien bei der Produktion. Unsere Textilien der Continental Clothing Company haben beispielsweise einen CO2-Fußabdruck bei der Produktion und dem Transport, der nur 10 Prozent im Vergleich zu anderen Marken beträgt.
Unter anderem bedrucken wir die Salvage Produkte von Continental, wie T-Shirts, Hoodys und Taschen, aus 100 Prozent recyceltem Material, die aus 40 Prozent recyceltem Plastikmüll aus den Weltmeeren und aus 60 Prozent recycelter fabrikneuer Biobaumwolle bestehen.

Was war bisher die größte Herausforderung bzw. das größte Problem, das ihr lösen musstet?

Wir würden nicht unbedingt sagen, dass wir ein wirklich großes Problem zu lösen hatten. Wenn wir neue Druckverfahren anwenden, mit denen wir zuvor noch nie gearbeitet haben, brauchen wir immer eine Eingewöhnungszeit, bei welcher durchaus auch Probleme auftreten können. Bei uns war das zum Beispiel der Fall, als wir unseren neuen Oki-Weißdrucker (Digitaldrucker) bekommen haben, mit welchem wir auch auf farbigen Textilien Drucke mit weißen Flächen drucken können. Bei dem Oki-Weißdrucker gibt es viele Arbeitsschritte, welche ganz anders sind, als wir sonst beim Flex- und Flockdruck oder dem Sublimationsdruck anwenden. Es fängt schon damit an, welches Transferpapier man einlegen muss. Zum Anfang gab es dann auch viele Probleme beim Drucken der Grafiken auf den Textilien. Doch mit der Zeit haben wir unsere Technik immer mehr verbessert, sodass es mittlerweile gut funktioniert.
Manchmal sind auch größere Aufträge unserer Kunden eine Herausforderung, wenn kurze Lieferzeiten gewünscht werden. In besonderen Fällen kann es neben dem regulären Unterricht dann auch mal zu Sondereinsätzen kommen.

Was war bisher das lustigste Erlebnis?

Bei uns im Druckstudio ist immer eine sehr entspannte Atmosphäre, wodurch es öfters lustige Momente gibt. Sei es bei der Betriebsbesichtigung der Continental Clothing Company die wir unternommen haben oder einfach nur beim Rumspaßen während der Arbeiten. Wir haben fast immer etwas zu lachen.

Wenn ihr drei Wünsche frei hättet, was würdet ihr euch für eure NaSch wünschen?

Als aller erstes würde ich mir für unsere Schülerfirma weiteren wirtschaftlichen Erfolg wünschen. Daran schließt sich gleich unser zweiter Wunscht an: noch mehr Ressourcen und mehr Platz, also einen größeren Raum für unsere Schülerfirma. Wir streben zum neuen Schuljahr 2018/2019 an, unsere Schul-Shirts & Hoodys innerhalb der eigenen Schule besser zu vermarkten, um unsere Schulziele auch im Hinblick auf die Agenda 2030 noch stärker umsetzen zu können. Das wäre unser dritter Wunsch.

Was habt ihr in eurer NaSch (dazu)gelernt?

Wir kümmern uns ja nicht nur um die Produktion, sondern auch um Werbung und das Rechnungswesen. Somit denken wir, dass wir mit unseren Erfahrungen sehr gut auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden. Das heißt wir haben etwas über Management, Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und noch vieles mehr dazugelernt.

Welche Erfahrung bzw. welchen Tipp könnt ihr Schülerfirmen geben, die sich zu einer Nasch weiterentwickeln möchten?

Wir denken, dass das Gründen einer Nasch viel Planung und Zeit beansprucht. Man sollte sich also viel Zeit für die Planung nehmen und nichts überstürzen. Zudem sollte man sich auch viel über Nachhaltigkeit und über die Lieferanten und Produkte informieren.

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