Interview mit der NaSch RGS Wolle

Die "RGS Wolle" beschäftigt sich mit dem nachwachsenden Rohstoff Schafwolle - von der Schafhaltung über die Verarbeitung, die Veredelung der Wolle, die Herstellung verschiedener Wollprodukte bis hin zu deren Verkauf. Die Schülerinnen und Schüler standen der NaSch-Community-Redaktion Rede und Antwort.

Die Schülerfirma besteht aus circa 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6. Da die Firmenmitglieder für ihre Firma selbst Verantwortung tragen, beeinflussen sie die Ausgestaltung der Arbeit in der Schülerfirma maßgeblich. Das Projekt hat eine Vielzahl an Preisen gewonnen und wurde 2011 ausgezeichnet beim Wettbewerb "Land der Ideen".

Wie seid ihr auf die Idee für eure NaSch gekommen?

Unser Lehrer ist Schafhalter. Die Schafwolle hat er zuerst in Projekttagen  mit den Schülerinnen und Schülern verarbeitet. Im Jahr 2000 entstand die Schülerfirma. Wir sind in die Schülerfirma hineingewachsen.

Was ist das Besondere an eurer NaSch?

Dass wir den nachhaltigen Rohstoff Schafwolle verarbeiten. Wir verkaufen unsere eigenen Produkte. Wir sind sehr erfolgreich. Mit dem Geld, das wir bekommen, machen wir tolle Ausflüge. Damit belohnen wir uns für unsere Arbeit. In Vollversammlungen besprechen wir Produktionsabläufe, Termine für Verkaufsaktionen, Lehrveranstaltungen und gemeinsame Unternehmungen.

Warum sind euch Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit wichtig?

Uns ist wichtig, dass auch andere Kinder in Not von unserer Schülerfirma Hilfe bekommen, zum Beispiel durch Weihnachtspäckchen für ein Kinderheim in Rumänien. Unsere Kinder sollen einmal auf einer „guten Erde“ leben.

Was war euer bisher größtes Erfolgserlebnis?

Die Einladungen der Unesco, zum Beispiel nach Berlin (Bundestag) oder Freiburg zur Auszeichnungsfeier als UN-Dekade Projekt.

Wenn ihr drei Wünsche frei hättet, was würdet ihr euch für eure NaSch wünschen?

Wir wünschen uns mehr ehrenamtliche Mitarbeiter, damit wir Neues lernen. Dass wir die Welt nachhaltiger machen, damit die Menschen merken, dass sich die Welt verändert und wir uns verändern müssen. Und dass wir noch einmal nach Berlin in den Bundestag eingeladen werden.

Was habt ihr in eurer NaSch dazugelernt?

Wir haben viele Wollverarbeitungstechniken gelernt: spinnen, filzen, weben, häkeln, nähen. Wir haben gelernt, was Nachhaltigkeit bedeutet. Wir haben gelernt, mit Geld zu wirtschaften: Rechnungen schreiben, Verkauf, Kontoführung und so weiter. Dass jeder wichtig für die Firma ist und dass wir zusammenhalten müssen. Dass wir Demokratie in unserer Schülerfirma haben und jeder mitentscheiden kann.

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